Dzierzgon (Christburg)

Dzierzgon (Christburg)Die Keuzritterburg wurde um 1248 vom Kreuzritterlandmeister Heinrich von Wida erbaut. Die Burg war Sitz von Obersttrapierern, die gleichzeitig die Funktion von Komturen bekleideten. In dieser Burg befand sich das größte Arsenal neben der Burg von Malbork. Ebenso gab es hier das zweitgrößte Cetreidelager, gleich nach Brodnica. Dzierzgoń erhielt sein Stadtrecht am 7. April 1288 vom Komtur Helwig von Goldbach. Seit 1466 gehörte Dzierzgoń zum Königlichen Preußen und die wiederaufgebaute Burg wurde zum Sitz von Dzierzgoń-Malbork-Starostei. Die Burganhöhe in Dzierzgoń ist heute ein Stadtpark, der um die Wende
des 19./20. Jh. gegründet wurde.
Informationen: Stadtamt, Tel. +4855 276 25 01 -03, E-Mail: dzierzgon@dzierzgon.wp.pl
Kulturhaus, Tel. +4855 276 26 47, E-Mail: dok.dzierzgon@wp.pl, dok@dzierzgon.pl
Das französische Heer war hier 1807 und 1812 stationiert. Bei Dzierzgoń fand am 19. Januar 1807 ein Gefecht zwischen einer preußischen und einer französischen Abteilung statt. Das preußische Bataillon kämpfte sich durch die Einkesselung der Franzosen, dabei fielen 73 Soldaten. Im Juni 1807 war Dzierzgoń einer der Aufmarschorte der Großen Armee, die sich zur Offensive gegen das russische Heer, welches von Benningsen befehligt wurde, vorbereitete. Die Franzosen hielten sich länger in Dzierzgoń auf. Im Reformatorenkloster wurde ein Lazarett eingerichtet. Die Besatzung der Stadt dauerte sieben Monate. Am 8. Februar 1813 fand in Berlin der Sejm statt, der gegen Napoleon gerichtet war. Zwei Adlige aus der Gegend von Dzierzgoń nahmen daran teil; es waren die Grafen: Rittberg aus Stangenberg und Sierakowski aus Waplewo.