Malbork (Marienburg)

Malbork (Marienburg)Im Norden der Weichsel, nicht weit von der Mündung in die Ostsee, (im Süden vom Weichsel Werder) am Knie des Flusses Nogat, begannen die Kreuzritter in der zweiten Hälfte des 13 Jahrhunderts eine Burg und eine Stadt zu bauen. Sie wurden Marienburg, die Burg der Maria, genannt. Seit 1309 befand sich auf der Burg der Sitz des Hochmeisters des Kreuzritterordens; er kam aus Venedig. Die Hochburg war Sitz des Konvents; die Mittelburg, mit dem Palast der Hochmeister, erfüllte repräsentative Funktionen der Hauptstadt des Ordenstaates (1309-1457), die Niederburg erfüllte wirtschaftliche Funktionen. Gegenwärtig werden drei Teile der Festung durch das Burgmuseum verwaltet. Die Burg in Malbork – die größte gotische Burg in Polen, eines der hervorragendsten Beispiele der gotischen Wehrarchitektur, wurde im Jahre 1997 in die Liste des Internationalen Kulturerbes der UNESCO aufgenommen.
Burgmuseum, ul. Starościńska 1, Ticketbestellung: Tel. +4855 647 09 78 (-02),
Fax +4855 647 09 76, E-Mail: kasa@zamek.malbork.pl, www.zamek.malbork.pl
Tourist-Information: ul. Kościuszki 54, Tel. +4855 647 47 47,
E-Mail: cit@mwc.malbork.pl, www.visitmalbork.pl
Am 22. Januar 1807 wurde Malbork ohne Widerstand des preußischen Heeres von den Franzosen eingenommen. Danach befand sich hier die französische Garnison unter dem Kommando von Marschall Lefebvre. In kurzer Zeit wurde die Stadt in eine Festung umgewandelt. Auf der Burg, im Raum des Großrefektoriums, wurde ein Lazarett eingerichtet, in dem unter anderem Marschall Jan Baptiste Bernadotte, der spätere König von Schweden Karol XIV, behandelt wurde. Napoleon I. Bonaparte besuchte die Stadt im April 1807. Der Kaiser übernachtete im früheren Palast der Hochmeister des Kreuzritterordens und der polnischen Starosten in der Mittlerburg. Nach Napoleons Niederlage in Russland marschierte 1813 das russische Heer in die Stadt ein.