Nidzica (Neidenburg)

Nidzica (Neidenburg)Die Burg wurde in der 2. Hälfte des 14. Jh. errichtet. Sie ist die größte Kreuzritterburg in Masuren, die gleichzeitig zur Verteidigung und auch als Residenz diente. Die mächtige gotische Burg ist von allen Zufahrtstrassen aus in die Stadt sichtbar. Die Burg, gebaut aus Feldsteinen und Backsteinen, hat als Grundriss die Form eines Rechtecks mit den Maßen 62×44 m. Sie war Sitz von Kreuzritterbeamten, sowohl von Komturen als auch von Pflegern. In dem repräsentativsten Stockwerk mit einer Kapelle und einem Refektorium befinden sich Spuren von den gotischen Malereien aus dem Jahre 1400. Heute ist sie Sitz des Kulturzentrums von Nidzica. In dem gotischen Rittersaal werden Konzerte, Konferenzen, Bankette und Bälle organisiert.
Kulturzentrum, Burg, Tel./Fax +4889 625 31 44. 625 42 21,
E-Mail: nidzickiosrodekkultury@poczta.fin, sekretariat.nok@op.pl, www.nok.nidzica.pl
Touristik-Büro, Burg, +4889 625 03 70, E-Mail: zameknidzica@wp.pl
Tourist-Information: Burg, Tel. +4889 625 03 70; E-Mail: zameknidzica@wp.pl
Das französische Heer unter dem Kommando des Marschalls Ney marschierte am 28. Dezember 1806 in die Stadt ein. Die Abteilungen des Fürsten Bernadotte, des Generals Augereau und Generals Zajączek (Befehlshaber des im März 1807 gegründeten Observationskorps) waren hier zu einem späteren Zeitpunkt stationiert. Die Hauptaufgabe des Korps war die Sicherung der Kommunikationsroute zwischen dem napoleonischen Heer in Ostpreußen und Warszawa. Das Korpskommando wurde während der Gründungszeit der neuen Abteilungen von Handwerkern aus Nidzica unterstützt. Die Franzosen richteten in der Zwischenzeit auf der Burg ein Lazarett ein. Die General-Zajączek-Abteilungen verließen am 10. Juni 1807 Nidzica in Richtung Königsberg. Das napoleonische Heer war wieder in der Stadt im Mai und Juni 1812. Die letzten Franzosen verließen die Stadt am 18. August 1813. Kurz danach wurde die Stadt von den Donaukosaken des russischen Zaren eingenommen.