Ostroda (Osterode)

Ostroda (Osterode)Der Komtur von Ostróda, Günther von Hohenstein, begann ca. 1349 eine Burg aus Ziegeln auf Steinfundamenten zu bauen. Zur Zeit des Ordensstaates war die Burg Sitz der Komturen. Nach der Tannenberg-Schlacht herrschte Fürst Janusz von Masowien zwei Monate lang über diese Burg, die er von Władysław II. Jagiełło erhielt. Im Jahre 1629 hielt sich der schwedische König Gustav II. Adolf auf der Burg in Ostróda auf. Im Jahre 1788, während des großen Brandes der Stadt, gingen die Flammen auch auf die Burg über, wo im Ostteil das Pulver gelagert wurde. Es kam zur Explosion, wobei der Ostflügel und die Dächer der Burg vernichtet wurden. Die Burg wurde später kleiner wiederaufgebaut, ohne den Ostflügel und herabgesetzt um ein Stockwerk. Jetzt beherbergt die Burg das Museum, das Kulturzentrum, die Galerie und eine Bibliothek.
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Vom 21. Februar bis zum 1. April 1807 weilte auf der Burg in Ostróda Napoleon Bonaparte. Er hielt sich hier auf, um sich nach der schweren Schlacht bei Preußisch Eylau zu erholen. Die Schlacht wurde zwar von ihm gewonnen, war aber sehr verlustreich. Er wohnte höchstwahrscheinlich im Nordflügel der Burg, im ersten Stock, mit Blick auf den Drwęckie-See. Der Kaiser unterschrieb in Ostróda am 6. Juni 1807 einen Erlaß, der das General-Zajączek-Observationskorps ins Leben rief. Sein kurzer Aufenthalt fand Ausdruck in vielen Kunstwerken. Im Museum von Ostróda kann man die Reproduktion des Bildes „Napoleon garantiert den Einwohnern von Ostróda Gnade, März 1807″ sehen. Das Original des französischen Malers Marie Nicolas Ponce-Camus befindet sich in der historischen Galerie des Palastes in Versailles. Im Museum in Ostróda befindet sich auch die silberne Medaille „Napoleon und Osterode” vom französischen Graveur Bertrand Andrieu.