Kwidzyn (Marienwerder)

Kwidzyn (Marienwerder)Erhielt im Jahre 1233 seine Stadtrechte. Von 1285 bis 1525 war es Sitz des Bistums von Pomesanien. Die Burg des Kathedralkapitels wurde im Nord-West-Teil der Stadt angelegt. Sie wurde in den Jahren 1300 bis 1330 im gotischen Stil aus Backsteinen auf einem steinernen Fundament errichtet. Sehr attraktiv in der Residenz des Bischofs ist der Sanitärturm (genannt Danzker) aus dem Jahre 1384. Er wurde mehr als 50 Meter vor dem Westflügel erbaut und ist mit genau 55,24 Metern die weltweit längste Konstruktion dieser Art. Dieser Danzker ist mit der Burg durch den Fünf-Joch-Gang verbunden. Die Burg und die Kathedrale bilden einen historischen Komplex. In der Kathedrale in Kwidzyn wurde eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht. Während der Suche nach den sterblichen Überresten von Dorothea von Montau wurden die Überreste von drei Hochmeistern des Kreuzritterordens gefunden. Die Bewohner von Kwidzyn waren also jahrelang durch ihren Raum für die Katechese gegangen, der direkt an die St.-Johannes -Evangelist Kathedrale grenzt – nicht ahnend, dass sie dabei auf den mittelalterlichen Krypten schritten, die dieses außergewöhnliche Geheimnis bargen.
Burg und Dom Komplex, Museum in Kwidzyn, ul. Katedralna 1, Tel. +4855 64 63 799, E-Mail: kwidzyn@zamek.malbork.pl, www.zamek.kwidzyn.pl
Tabularium – Sehenswürdigkeiten, Tickets zur Krypta von Hochmeistern,
Tourist-Information, ul. Braterstwa Narodów 33/11, Tel. +4855 273 21 21,
E-Mail: tabularium@ckj.edu.pl, www.tabularium.ckj.edu.pl
Am 7. und 8. Februar 1807 führte Napoleon eine blutige Schlacht bei Preussisch Eylau. Gleichzeitig begann der französische Marschall Lefebre aus der Umgebung der von Franzosen belagerten Stadt Grudziądz die Tätigkeiten in der nördlichen Richtung und er nahm schon am 10. Februar 1807 auch Gardeja ein. Am Tag nach dieser Besetzung besiegte Lefebre die preußische Kavallerie bei Kwidzyn und eroberte auch diese Stadt. So vorbereitet konnte die erste Durchfahrt Napoleons durch Kwidzyn erfolgen. Während der Vorbereitungen des Angriffs gegen Russland im Jahre 1812 marschierten durch Kwidzyn wiederum die Abteilungen der Großen Armee. Auf der Pontonbrücke, die unter der persönlichen Aufsicht Napoleons im Jahre 1807 erbaut wurde, marschierten später die Divisionen des Kaisers durch Kwidzyn nach Osten. Der Kaiser selbst reiste durch Grudziądz, Gardeja, Kwidzyn und Malbork am 7. Juni 1812 weiter nach Tczew.