25Das Hohe Tor

Das Hohe Tor ist das erste Baudenkmal auf dem Königsweg (der Name knüpft an die Besuche der polnischen Könige in Danzig an), der über die Straßen Dluga und Dtugi Targ führt, über das Grüne Tor bis zur Speicherinsel. Das heute bewunderte Tor wurde von Hans Kramer im Jahr 1588 erbaut, als ein Teil der Danziger Stadtbefestigung, und diente als Einfahrtstor. Im unteren Teil des Tors gab es drei Bogengänge, zwei Scitengänge sind nun zugemauert. Im Gegensatz zum strengen und funktionalen unteren Teil, schmücken Flachreliefe und Wappen, u.a. Polens (getragen von Engeln) und Danzigs (getragen von Löwen) den oberen Teil. Auf der Ostwand befindet sich das Hohenzollern-Wappen.

24Peinkammer

Das Hohe Tor samt Peinkammer und Stockturm. Die Peinkammer und der Turm wurden im 14. ihd. errichtet, doch nach dem Ausbau der Befestigungsanlagen dienten sie nicht mehr zur Verteidigung und nahmen die heutigen, ausdrucksvollen Namen an. Bis heute ist auch der 1604 errichtete Pranger am Stockturm erhalten geblieben. Heutztage befindet sich hier das ßernsteinmuseum. MO 09.00-13.00 {freier Eintritt), DI-DO 09.0- 16.00, FR-SA 10.00-18.00, SO 10.00-16.00. Erwachsene 10 zl, mit Ermäßigung 5 zl.

23Goldene Tor

Einige Meter weiter befindet sich das klassizistische „Goldene’ Tor aus der Renaissance, erbaut in den Jahren 1612-14 vor Abraham van den Blocke, mit Skulpturen von Peter Ringerinj (1648) – sie stellen Allegorien der bürgerlichen Tugenden dar d.h. Frieden, Freiheit, Reichtum, Glorie. Von der Dluga Strass* sind Skulpturen zu sehen, die Gescheitheit, Klugheit, Gerech tigkeit und Frieden personifizieren.

22Hof der St.-Georg-Bruderschaft

Das Gebäude gleich am Tor ist der gotische Hof der St.-Georg- Bruderschaft, erbaut in den Jahren 1487-94 – auf der Turmspitze befindet sich die Statue des Schutzheiligen der Bruderschaft, dargestellt im Kampf mit einem Drachen. Das Gebäude diente als Begegnungsstätte, dort wurde auch die Fechtkunst und das Bogenschießen unterrichtet; in reprä­sentativen Sälen wurden Bälle und gesellschaftliche Ereignisse organisiert. Diese Funktion hatte das Gebäude bis zum Jahr 1798 – bis zur Auflösung der Bruderschaft.

21Die Straßen Dluga und Dlugi Targ

Die Straßen Dluga und Dlugi Targ, gelegen zwischen dem Goldenen und dem Grünen Tor, bilden den sog. Königsweg (Königliche Route) • und sind gleichzeitig die schönsten und repräsentativsten Straßen von Danzig (ähnlich wie die Altstadt in Warschau und der Altmarkt in Krakau, denen sie in Schönheit und Reichtum an historischen Details nicht nachstehen). Die ältesten der 84 Patrizierhäuser stammen aus dem Mittelalter, und fast jedes von ihnen präsentiert ein hervorragendes Beispiel der Danziger Architektur mit den typischen schmalen Fassaden, die geschmückt sind mit Wappen und Flachreliefen, bekrönt mit charakteristischen Giebeln und Attika. Sehenswert ist das berühmte Uphagenhaus (ul. Dluga 12), wo sich das Museum der bürgerlichen Möbelkunst befindet. Geöffnet: MO 09.00-13.00 (freier Eintritt), DI-DO 09.00-16.00, FR-SA 10.00-18.00, SO 10.00-16.0.  Erwachsene 10 zl, mit Ermäßigung 4 zl. Besonders prächtig und sehenswert sind die Gebäude unter Nr. 28 – das Renaissance- Ferberhaus; Nr. 35 – Löwenburg mit dem manieris-tischen Portal (seiner Zeit Sitz der NKWD), und Nr. 45 – das Schumann-Haus – Sitz des polnischen Tourismusverbandes PTTK und Büro der Touristen­information.

20Rathaus

Zu den prächtigsten Gebäuden auf dem Königsweg zählt mit Sicherheit das im Stil der Gotik und Renaissance errichtete Rathaus (1379-1492), heute Sitz des Historischen Museums der Stadt Danzig. Der wunderschöne, prunkvolle Rote Saal (Wielka Sala Rady), der für Audienzen bestimmte Weiße Saal (Wielka Sala Wety), Schatzkammer (Kämmerei) – das sind nur einige der wichtigsten Attraktionen, die auf die Besucher warten. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich auf den schmalen, 80- Meter hohen Turm zu begeben, den eine mit Gold belegte Statue des Königs Zygmunt August schmückt (1561). Vom Turm aus kann man eine fantastische Aussicht auf die Altstadt genießen. MO 09.00-13.00 (freier Eintritt), DI-DO 09.00-16.00, FR-SA 10.00-18.00, SO 10.00-16.00. Erwachsene 10 zl, mit Ermäßigung 5 zl, Familie 20 zl

19Der Neptunbrunnen

Die erste und symbolischste Sehenswürdigkeit von Dlugi Targ ist das weltweit bekannte Wahrzeichen der Stadt – der Neptunbrunnen (abgegossen 1615, errichtet 1633), das Werk von Peter Husen und Johann Rogge. Den ursprünglichen Entwurf schuf Abraham van den Blocke, und Änderungen im Rococostil führte später Johan Stender durch (1757-61). Der Brunnen wurde 1633 in Gang gesetzt, ein Jahr später bekam es ein prachtvolles, eisernes Gitterwerk.

18Der Artushof

Der Artushof (gegenüber dem Neptunbrunnen), Sitz wohlhab­ender Handwerker und Kaufleute, wurde im 14. Jhd. erbaut (die heutige Fassade, renoviert nach einem Brand, stammt aus dem Jahre 1617 und ist das Werk von Abraham van den Blocke). Die Idee einer Kaufmannsbruderschaft knüpft an die Legende und Traditionen der Ritter der Tafelrunde vom Hofe des Königs Artus an – daher auch der Name des Hofs – eines der schönsten Gebäude dieser Art in Europa. Reichen Bürgern diente der Hof als ein Ort, wo sie ihre Geschäfte abwickeln und Informationen austauschen konnten (Sitz der Getreidebörse 1742-1920), und wo Unterhaltung und oftmals betrunkene Feiern veranstaltet wurden. Heute befindet sich im Artushof eine Abteilung des Historischen Museums, Tel. +48 58 767 91 00. Geöffnet: MO 09.00-13.00 (freier Eintritt), DI-DO 09.00-16.00, FR-SA 10.00- 18.00, SO 10.00-16.00. Erwachsene 10 zl, mit Ermäßigung 5 zl. Sehenswert ist u.a. der weltgrößte Renaissance-Kachelofen in dem stattlichen Bankettsaal.

17Goldene Haus

In der Nahe finden Sie das im Stil der Renaissance errichtete Goldene Haus (Otugi Targ 41), das als das prächtigste Gebäude des Königswegs gilt. Das Haus mit seiner prunkvollen Fassade im Stil des flämischen Manierismus von Abraham van den Blocke wurde in den Jahren 1609-17 für den Bürgermeister Jan Speymann erbaut. Die polichromen Skulpturen und Flachreliefe sind Werk von Jan Voigt.

16Das Grüne Tor

Das Grüne Tor, das die Straße Dtugi Targ schließt, wurde in den Jahren 1568-71 von Regnier aus Amsterdam und Hans Kramer errichtet als Sitz der Würdenträger, die Danzig besuchten. Ein hervorrgender Gast (und einziger dieses Rangs), der sich in den Räumlichkeiten des Grünen Tors aufenthielt war die polnische Königin ludovica Maria Gonzaga, die hier im Jahr 1646 verweilte. Heute hat im Grünen Tor eine Abteilung des Nationalmuseums seinen Sitz; es finden hier regelmäßig Ausstellungen verschie­dener Art statt. Auf jeden Fall sollten Sie vorbeischauen und sehen, was aktuell ausgestellt wird – vielleicht die Werke Ihres Lieblingskünstlers? Hinter dem Grünen Tor öffnet sich ein Blick auf die Lange Brücke, eine zauberhafte Promenade entlang der Mottlau, mit vielen Cafes und Restaurants, sowie wichtigen Baudenkmälern und Sehenswürdigkeiten.

15Das Krantor

Das Krantor – neben dem Neptunbrunnen ein weiteres Symbol der Stadt, ist der größte mittelalterliche Hafenkran in Europa. In seiner heutigen Form stammt das Gebäude aus den Jahren 1442-44. Der Kran diente zum Warenumschlag, funktionierte auch als Tor und als Turm. Die unscheinbare Konstruktion aus Holz, in deren Inneren sich ein mit menschlicher Muskelkraft bewegtes Antriebsrad befindet, schaffte es, eine Last von fast fünf Tonnen zu heben. Den ganzen Mechanismus kann man bewundern, indem man das Krantor von innen besichtigt (Tel. +48 58 30169 38, +48 58 301 53 11, +48 58 30194 56) geöffnet: 1II – 25 IV, 5 V – 29 VI, IX-XI DI-SO 10.00-16.00; 26IV – 4 V, 30 VI – 31 VIII 10.00-18.00; XII DI-SO 10.00-15.00. Erwachsene 8 zl, mit Ermäßigung 5 zl.

14Des Zentralen Seemuseums

Gegenüber dem Krantor, auf dem anderen Mottlauufer, befinden sich die Speicher – Gebäude des Zentralen Seemuseums, die man auch mit einer Fähre erreichen kann, Abgang jede Viertelstunde (Hin- bzw. Rückfahrt jeweils 1,50 zl, nur in den Öffnungszeiten des Museums). Im Museum finden Sie eine imposante Sammlung an Seemalerei, Schiffsmodelle, Schätze aus versenkten Schiffen, Sammlungen an Matrosenanzügen und hunderte anderer mit dem Meer und mit Danzig ver­bundener Attraktionen. Vor dem Museum steht „Soldek” – das erste in der Danziger Werft gebaute Schiff. Geöffnet: 10 V – 29 VI DI-SO 10.00-16.00; 30 VI – 31 VIII 10.00-18.00; IX-XI DI-SO 10.00-16.00. Erwachsene 8 zl, mit Ermäßigung 5 zl.

13St. John Kirche

Der Bau der Kirche begann in der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die heutige Form kriegte die Kirche in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Beispiel der gotischen Architektur, dreischiffige Hallenkirche. Zerstört während des 2. Weltkriegs, bis 1991 Eigentum der Staatskasse. In den Jahren 2009-12 wurden zahlreiche Restaurierungsarbeiten vorgenommen und die Innenräume zu einem professionellen Kulturcenter umgebaut. Die historische Ausstattung, u.a. Epitaphien, gotisches Chorge­stühl und Taufbecken, wurde erneuert. Besonders bemerkens­wert ist der Hauptaltar – Werk von Abraham van den Blocke, sowie das Barock-Epitaphium von Nathanael Schröder. Öffnungszeiten der Kirche von 10.00 bis 18.00, Eintritt frei.

12Das Denkmal der Verteidiger der Polnischen Post

Das Denkmal der Verteidiger der Polnischen Post wurde 1979, zum 40. Jahrestag des Ausbruchs des 2. Weltkrieges errichtet. Das Mahnmal von Wincenty Kucma erinnert an den 14 Stunden dauernden Kampf polnischer Postangestellten unter dem Befehl von Konrad Guderski am 1. September 1939, der für immer in die Geschichte des polnischen Septemberkrieges einging. Trotz der zahlmäßigen Überlegenheit waren die Nazis nicht imstande, die heroischen Verteidiger zu bezwingen, die erst angesichts der drohenden vollständigen Zerstörung des mit Benzin begossenen Gebäudes kapitulierten. Oie Teilnehmer der Kämpfe wurden von den Deutschen erschossen. Im Postgebäude befindet sich ein Museum, in dem Fotografien, Andenken und andere Ausstel­lungsstücke zur Geschichte der Verteidigung gesammelt sind. MO 09.00-13.00 {freier Eintritt), DI-DO 09.00-16.00, FR-SA 10.00-18.0,  SO 10.00-16.00. Eintrittskarten 8 zl, ermäßigt 5 zl.

11Brigitten-Kirche

Oer Kult der hl. Brigitte in Danzig geht auf das Jahr 1374 zurück, als in der Kapelle am Ort der heutigen Brigittenkirche der Leichnam der Heiligen, der auf dem Weg aus Rom nach Schweden war, für einige Tage aufgebahrt wurde. Der Bau der heutigen Kirche begann in den Jahren 1396*97. Während der folgenden Jahrhunderte wurde das Gotteshaus umgebaut und erweitert; infolge dessen erhielt sie Mitte des 18. Jh. ihre jetzige Gestalt. Nach den Kriegszerstörungen wurde die Kirche erst in den 1970er Jahren wiederaufgebaut. Die letzten Jahrzehnte der Geschichte des Gotteshauses sind von der Person des Prälats Henryk Jankowski geprägt, der wegen umstrittener Äußerungen sowie exzentrischen Verhaltens, vor allem jedoch als großer Fürsprecher und Seelsorger der Solidarnosc-Bewegung bekannt wurde. Pfarrer Jankowski ist zu verdanken, dass die Brigittenkirche einen polenweiten Ruhm als Stätte des Gedenkens der Opfer der von Sowjets und Nazis an Polen verübten Morde erlangte. Das Innere des Tempels beherbergt viele Tafeln und Denkmäler, die polnischen Patrioten zu Ehren errichtet wurden.
Priester Jankowski starb am 12. Juli 2010. Die Beisetzungszere­monie fand am 17. Juli statt, der würdigste Platz für die Beisetzung des verstorbenen Priesters Henryk Jankowski ist selbstverständlich die Danziger Brigitten-Kirche.

10Die Katharinenkirche

Die Katharinenkirche der Karmeliter wurde bereits Anfang des 12. Jh. erbaut und ist die älteste Pfarrkirche in Danzig. Ihre größte Attraktion stellt bestimmt der gotische Turm mit dem barocken Helm von Jacob van den Block aus dem Jahre 1634 sowie das dort befindliche Carilion – ein spezielles Glockenspiel- Instrument dar. Das Carilion besteht aus 49 Glocken, die jede volle Stunde eine vorprogrammierte Melodie spielen.
In der Kirche befindet sich das polenweit einzige Turmuh­renmuseum, in dem Uhrwerke aus dem 14., 15. sowie der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bewundert werden können. Die Ausstellungsstücke wurden mit Beschreibungen in der polnischen und englischen Sprache versehen. Das Museum bietet auch Unterrichtsstunden in Geschichte der exakten Wissenschaften an.
Öffnungszeiten 11.0019.00. Eintritt 10 zl, mit Ermäßigung 5 zl. Auf dem Turmbalkon (Höhe 50 Meter) – ein Aussichtspunkt, von dem aus man bei gutem Wetter nicht nur das Panorama von Gdartsk, sondern auch die ganze Bucht Zatoka Gdanska, die Halbinsel Hel sowie die Moränenhügel und Zulawy bewun­dern kann. Der Eintrittspreis für den Turmaufstieg ist im Ein­trittspreis zum Museum enthalten.

9Die Große Mühle

Die Große Mühle, die schräg gegenüber der Kirche liegt, war im Mittelalter der größte „Industriebetrieb” Europas. Zurzeit beherbergt das renovierte Gebäude ein Einkaufszentrum. Die Mühle wurde 1350 erbaut; noch 1945 konnten Backwaren in der anliegenden Bäckerei erworben werden!

8Johann Hewelcke

Johannes Hevelius (deutsch: Johann Hewelcke) wurde am 28. Januar 1611 in Danzig geboren. Er stammte aus einer reichen Brauerfamilie, seine Leidenschaft galt jedoch nicht der Kunst des Brauens, sondern der Astrologie. Nach dem Studium in Danzig und Leiden sowie zahlreichen Auslandsreisen kehrte Hevelius in den Heimatort zurück, um den alternden Vater im Gewer­bebetrieb zu unterstützen. Dank der Ehe mit Katharina Rebeschke (163S), der Tochter eines Danziger Brauers, verband er den Familienbesitz mit dem Vermögen von seiner Frau, was ihm erlaubte sich fast ausschließlich seiner Leidenschaft für die Wissenschaft zu widmen. Die Brauereiverwaltung übernahm die tatkräftige Ehefrau. Auf dem Dach der Familienhäuser errichtete Hevelius ein Observatorium, das bald in der gesamten Welt der Wissenschaft bekannt wurde. Der Astronom wurde nicht nur von Wissenschaftlern weltweit geschätzt, sondern auch von dem amtierenden polnischen König Jan III. Sobieski, der von Anfang an großes Interesse an der Arbeit von Hevelius zeigte. Der König besuchte persönlich das Observatorium in Danzig und erteilte Hevelius viele mit dem Bierbrauen verbun­dene Vorrechte, dank denen der Forscher sein Vermögen allmählich vermehrte. Verdientes Geld konnte er für weitere Forschung investieren. Als am 26. September 1679 Hevelius Eigentum vollständig zusammen mit dem Observatorium, Teleskopen und wissenschaftlichen Arbeiten abbrannte, gab ihm Jan III Sobieski finanzielle Unterstützung zur Fortsetzung der Forschungsarbeiten.
Die Ergebnisse der Beobachtung der Sonne, des Mondes und der Planeten veröffentlichte Johannes Hevelius in wissenschaft­lichen Arbeiten: Selenographia (1647), Coelestis (1679), Cometographia (1668). Sein Ruhm des königlichen Astronomen erreichte die damaligen Höfe Europas und versicherte ihm großzügige Sponsoren, zu denen auch Ludwig XIV. gehörte. Hevelius wurde auch berühmt für seine hochgenauen astrologischen Geräte, deren Qualität und neue Messmöglich­keiten seiner Epoche weit voraus waren.
Johannes Hevelius starb in Danzig am 28. Januar 1687 und fand seine letzte Ruhestätte in der Katharinenkirche, wo bis heute an ihn das gestiftete Epitaph erinnert. Sein Lebenswerk „Himmelsatlas” wurde nach seinem Tod veröffentlicht.

7Altstädter Rathaus

Hinter der Großen Mühle steht das Gebäude vom Altstädter Rathaus, in den Jahren 1587-95 im Stil des niederländischen Manie­rismus erbaut. Heute befindet sich im Gebäude ein Kulturzentrum.

6St. Nikolai Kirche

Die etwas weiter gelegene St. Nikolai Kirche wurde gegen Ende des 12 Jhd. erbaut und ist die älteste Kirche von Danzig {der Bau in seiner heutigen Form stammt aus dem 15. Jhd.). Von Außen massiv und gewaltig, überrascht die Bauform mit einer reichen Innenausstattung aus der frühen Barockzeit. Der Wert der Goldverzierungen, der Gemälde, der Ausstattung der Kapellen und jeglicher Ornamente ist um so größer, als der Innenraum der Kirche von den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs verschont und bis zur heutigen Zeit erhalten blieb.

5Königliche Kapelle

Die barocke Königliche Kapelle, anliegend an die Marienkirche, wurde in den Jahren 1678-81 von Tillmann von Gameren gebaut, als Stiftung des Königs Jan III Sobieski. Die Kapelle diente den katholischen Gläubigen, die sich hier zum Gebet versammelten, während ihre Pfarrkirche – die Marienkirche, den Protestanten gehörte.

4Mariacka Straße

Während des Spaziergangs auf der Langen Brücke haben Sie sicherlich das Marientor bemerkt – den Durchgang zur Mariacka Straße. Wir haben unsere Route jedoch absichtlich so geplant, dass Sie hier am späten Nachmittag ankommen, zum Abschluß der Besichtigung, und so unbegrenzte Zeit haben für das Vergnügen, Souvenirs, Bernsteinschmuck, Stiche und Gemälde zu bewundern, die in den zahlreichen Läden und auf Ständen dieser märchenhaften Straße zum Kauf angeboten werden. Auf dem Spaziergang und bei Ihren Einkäufen beachten Sie die Häuser mit ihren schönen Fassaden, den typischen Treppenauf­gängen und vielen Verzierungen.

3Die Marienbasiiika

Die Marienbasiiika – ist die größte Backsteinkirche Europas und die größte Kirche in Polen. 105 m lang, 66 m breit, 33 m hoch; der Turm ist 82 m hoch. Die heutige gotische Kirche entstand an der Stelle einer Holzkirche aus dem 12. Jhd. und wurde in den Jahren 1343-1502 gebaut. Der riesige Innenraum berauscht mit seiner Größe und der Leichtigkeit der Architektur. Beachten Sie das steinerne Taufbecken (Mitte des 16. Jhd.), das gotische Hauptaltar (1511-16), die barocke Kanzel (1617), die 13 m hohe atronomische Uhr, zahlreiche Kapellen, z.B. der St.-Georg. Bruderschaft oder die St.-Balthasar-Kapelle. Besichtigung: (1-6) III-IV 09.00-17.30, V 09.00-17.30, VI-IX 09.00-18.30, X-Xl 09.0- 17.00; (7) IV 13.00-17.30, V 13.00-17.30, VI-IX 13.00 -18.30, X-Xl 13.00-17.00. Eintrittskarte 4 zł, reduziert 2 zł. Wir empfehlen Ihnen, auch die 400 Stufen des Turms 2u besteigen und von seiner Spitze aus den wunderschönen Blick auf die Stadt zu genießen – (1-6) IV-VI 09.00-17.00, Vll-Vlll 09.00 -18.00, IX- X 09.00-17.00; (7) IV-VI 13.00-17.00, Vll-Vlll 13.00-18.00, IX-X 13.00-17.00. Kombi-Ticket (Basilika und Turm) – Eintritts­karte 5 zl, reduziert 2,50 zl.

2Die Große Rüstkammer

Die Große Rüstkammer aus der späten Renaissance, erbaut in den Jahren 1602-05 nach dem Entwurf von Anthony van Obbergen, hatte zunächst nur die Funktions eines Arsenals, und bis zum Ende des Ersten Weltkrieges – militärische Funktionen in weitem Sinne. Bemerken Sie die Fassade der Rüstkammer – sie ist ein Beispiel für den niederländischen Manierismus.
Hier, zurück am Ausgangspunkt unserer Route, danken wir Ihnen für den Spaziergang mit dem Reiseführer The Visitor.

1Westerplatte

1. September 1939,4.45 Uhr. Auf den polnischen Stützpunkt auf der Halbinsel im Danziger Hafen (West Platte) fallen die ersten Schüsse des in Danzig zum Höflichkeitsbesuch verbleibenden Panzerschiffes Schleswig-Holstein. Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Die 182 Personcn-Mannschaft unter dem Kommando von Major Henryk Sucharski, praktisch zur sofortigen Vernichtung verurteilt, verteidigt 7 Tage lang heldenmütig ihre Positionen und überrascht die Welt mit ihrer heroischen Haltung und der Determinierung in der Abwehr der Angreifer. Sie verloren mit Ehre.
Am 9. Oktober 1966 wurde auf dem Hügel ein 25 Meter hohes Denkmal für die Verteidiger der Westerplatte aufgestellt, zur Erinnerung an das blutige Opfer der polnischen Soldaten. Autoren des Denkmals waren Adam Haupt, Franciszek Duszenka und Henryk Kitkowski. Das Monument wurde aus Granitblöcken mit einem Gesamtgewicht von 1.150 Tonnen zusammengesetzt. Das Denkmal stellt einen Schwert der mit dem Griff in die Erde cingerammt ist. In die Wände wurden die Namen der wichtigsten Seeschlachten des Zweiten Weltkrieges gemeißelt, an denen Polen sich aktiv beteiligten, j Von den Vorkriegsgebäudcn sind lediglich die Ruinen der Kaserne erhalten geblieben sowie Bunker und das Wachthaus Nr. 1, in dem ein Museum (tel. +48 58 767 9164) zur Erinnerung an die Verteidiger der Westerplatte eingerichtet wurde. Geöffnet: 09.00-18.00. Eintrittskarte 4 zł (MO freier Eintritt).
Sie erreichen die Westerplatte mit dem Bus: MO-FR106, SA-SO 606 (Haltestelle u.a. MusikAkademie, die Fahrt dauert ca. 30 Minuten) oder Wasser-Straßenbahn F5: Żabi Kruk-Westerplatte 1V – 30 IX. Gleich am Eingang befindet sich ein großer, entgeltlicher Parkplatz sowie ein Souvenirkiosk und Stände mit Snacks und Getränken.